| Unsere Geschichte |
Die Geschichte von PalmnickenEs begann vor 200 JahrenIm Heimatmuseum gibt es einen Hinweis, dass um 1800 ein landwirtschaftlich genutzter Ort mit knapp 108 Morgen und einer Ziegelei nördlich von Fürstenwalde existierte. Eine erste urkundliche Erwähnung von 1827 bestätigt diesen Ort. Mit dieser Urkunde wechselte, nicht zum letzten Mal, das Gut den Besitzer. Maurermeister Hartmann verkaufte es an den Rittergutsbesitzer Göritz in Trebus. Nach dem nächsten Besitzerwechsel 1845 übernahm der Stadtverordnetenvorsteher Sembritzki aus Fürstenwalde 1863 das Gut. Während seiner Besitzschaft erhielt das Gut den Namen »Palmnicken«, 1864 wurde das Gut erstmalig mit dem Namen »Palmnicken« in der Brandenburgischen Ortschaftsstatistik erwähnt. 1897 erwarb der Unternehmer Pintsch das Gut und baute es zu einem modernen Landwirtschaftsbetrieb aus. Davon zeugen noch die letzten Gleisreste am Berg nach Palmnicken. Nach zwei weiteren Besitzerwechseln erwarb die Landesprovinzialregierung Brandenburg das Gut, um hier eine 7. Provinzial-Irrenanstalt einzurichten. Es sollten nach einer Nachricht in der Fürstenwalder Zeitung 1600 - 1700 Irre (Geisteskranke, Epileptiker und Idioten) Platz erhalten. Erst 1919 wurde dieser Plan aufgegeben. Die Liegenschaft blieb bis auf den heutigen Tag in öffentlicher Hand. Die Landwirtschaft wurde 1951 endgültig aufgegeben. Jetzt begann die Zeit der schulischen Ausbildung auf Palmnicken. Palmnicken entwickelte sich von einer Landestraktoristenschule zu einer anerkannten Agraringenieurschule für Melioration und Pflanzenzucht. Bis 1991 verließen über 27.000 Fachkräfte für die Landwirtschaft der DDR Palmnicken. In dieser Zeit wurde das Gut intensiv weiter ausgebaut. Es entstanden 1952/53 das Kulturhaus -unsere heutige Mensa- und zwei Internatshäuser. 1963 wurden der erste Schulneubau (der westliche Teil des jetzigen Hauses 12) und eine Turnhalle gebaut. 1973 erweiterte man den Schulneubau. Es entstanden mehrere Nebengebäude, wie Garagen, Werkstätten und eine Tankstelle. Am 01.08.1991 wurde das Oberstufenzentrum Palmnicken gegründet. Im Oberstufenzentrum wurden folgende 9 Berufs- und Ingenieurschulen der damaligen Kreise Fürstenwalde und Beeskow zusammengeführt:
Die Ingenierausbildung der Agraringenieurschule endete 1992. Die gewerblich-technischen Berufsfelder der Berufsschule 1 und der Gewerblich-technische Berufsschule Fürstenwalde zogen als Erste nach Palmnicken. Die Berufsfelder Wirtschaft, Verwaltung, Körperpflege und die gymnasiale Oberschule zogen in die Außenstelle des Oberstufenzentrums in der Beeskower Chaussee. Nach Abschluss der 1. Bauphase 1992 (Umbau der Häuser 11 und 12) zogen die Berufsschulstandorte Heinersdorf und Rüdersdorf mit den Berufsfeldern Elektrotechnik und Agrarwirtschaft nach Palmnicken um. Im Schuljahr 1992/93 endete die Ausbildung in der Fischereifachschule in Storkow und der Standort wurde geschlossen. Nach dem Abschluss der 2. und 3. Bauphase konnte zum Schuljahr 1993/94 die Technikerausbildung vom Standort Tränkeweg nach Palmnicken verlegt werden. Damit schloss auch die traditionsreiche Ausbildungsstätte der Ingenieurschule für Technologie der Plast- und Elastverarbeitung. Der Umzug des Standortes Erkner nach Palmnicken vollzog sich im Laufe des Schuljahres 1993/94. In das rekonstruierte Haus 8 zogen die Berufsfelder der Maler/Lackierer und der Orthopädiemechaniker/Bandagisten. Im Jahre 1995 wurde die Rekonstruktion des Hauses 7 abgeschlossen, so dass der Standort Beeskow zum Schuljahr 1995/96 mit den Berufsfeldern der Bau- und Holztechnik nach Palmnicken verlegt werden konnte. Seit dem Jahre 2001 wurden umfangreiche Neu- und Umbauten vorgenommen.Die Internatshäuser, die alten Werkstätten und Garagen, die Tankstelle sowie die alte Sporthalle wurden abgerissen und das neue Haus 11 gebaut. Mit der Fertigstellung zum Schuljahr 2003/04 bezogen die Abteilungen 1, 3 und Teile der Abteilung 2 das neue Haus 11.Damit wurde der Um- und Ausbau des alten Hauses 11 möglich. Mit seiner Fertigstellung zum Schuljahr 2007/08 konnten die Abteilungen 4 und 5 zum Hauptstandort nach Palmnicken umziehen.Endlich war das Oberstufenzentrum eine gemeinsame Schule. Der Bereich der Berufsvorbereitung bezog die jetzt freien Räume in der Beeskower Chaussee und erhielt für diesen Bereich einen abgeschlossenen Schulbau.Im Jahre 2004 wurde auch der Neubau einer Dreifelder-Sporthalle mit den umliegenden Außensportanlagen fertig. Auch die Mensa wurde nach den Auflagen des Denkmalschutzes umfangreich saniert und durch eine Cafeteria ergänzt. Am 21. September 2011 wurde die Kraftfahrzeugwerkhalle als vorerst letzter Schulneubau im Beisein des Landrates, Herrn Manfred Zalenga sowie von Frau Erike Schönwald und weiteren Gästen feierlich seiner Bestimmung übergeben. Zu Ehren des langjährigen Lehrers sowie des Mitbegründers des Fachbereiches Kraftfahrzeugtechnik am Oberstufenzentrum, Fritz Schönwald, wurde dem neuen Gebäude der Name Fritz-Schönwald-Halle verliehen.
Für die nächste Zeit ist noch die Gestaltung des zweiten Innenhofes unter Berücksichtigung von Schülerideen vorgesehen. Deshalb wird uns das Baugeschehen auch im nächsten Jahrzehnt weiter begleiten. |

