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Samstag, 04. September 2010
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Unsere Geschichte

Die Geschichte von Palmnicken

Im nördlichen Teil von Fürstenwalde  befindet sich das Oberstufenzentrum Fürstenwalde/Beeskow in einem Objekt mit der Bezeichnung Palmnicken.

1913 wurde in Palmnicken begonnen, eine Provinzial- Heilanstalt einzurichten. Die ersten leicht geistesgestörten Menschen wurden bereits 1914 eingewiesen. Zu einer Fortsetzung des Ausbaus kam es allerdings nicht. Wahrscheinlich reichten die Mittel durch die Kosten des 1. Weltkrieges dafür nicht aus. So blieb Palmnicken bis 1945 Provinzialgut.

Nach dem 2.Weltkrieg nutzte es die Rote Armee. Im Frühjahr 1951 hat die Landesregierung das Gut Palmnicken mit dem Auftrag übergeben, eine Ausbildungsstätte für die Landwirtschaft aufzubauen. Am 8. Mai 1951 wurde der Grundstein für Erweiterungsbauten gelegt. In den Jahren 1952/53 entstanden die Internatsgebäude und das Kulturhaus. Im Jahre 1963 wurde ein Schulneubau geschaffen, der 1970 erweitert wurde. Eine Turnhalle konnte ebenfalls 1963 übergeben werden. Die Schule entwickelte sich von einer Landestraktoristenschule über eine Fachschule für Landwirtschaft zu einer anerkannten Agraringenieurschule für Melioration und Pflanzenproduktion. In den Jahren bis 1991 wurden hier eine Vielzahl von Spezialisten für die Landwirtschaft der damaligen DDR ausgebildet.

Seit dem 1.8.1991 befindet sich das Oberstufenzentrum Fürstenwalde/Beeskow in Palmnicken. Eine rege Bautätigkeit setzte ein, die, unter Beachtung des Denkmalschutzes und geltender Schulbaurichtlinien, Palmnicken zu einem modernen Berufsbildungszentrum für den Landkreis Oder-Spree wachsen lässt.

Die Entwicklung des Oberstufenzentrums Palmnicken

Die Berufsausbildung in der ehemaligen DDR erfolgte zum größten Teil in Betriebsberufsschulen und kommunalen Berufsschulen. Die Betriebsberufsschulen vereinten unter ihrem Dach die theoretische und praktische Ausbildung. Die Prüfungen in Theorie und Praxis nahmen betriebliche Prüfungskommissionen ab.

Die politischen Veränderungen im Herbst 1989 und die Vereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland erforderte eine Anpassung der Berufsausbildung Ost an die Berufsausbildung West. Praktisch über Nacht und in Vorgriff auf die politische Vereinigung vom 3.10.1990 galt zum Schuljahresbeginn 1990/91 für die Berufsausbildung in der damals noch bestehenden DDR das Berufsbildungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Parallel zur fachlichen Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer galt es, die Berufsausbildung neu zu strukturieren.

Seitens des Landes Brandenburg wurde die Bildung von Oberstufenzentren angestrebt. Nach ursprünglich für den Kreis Fürstenwalde vorgesehenen zwei Oberstufenzentren setzte sich die Variante der Bildung eines Oberstufenzentrum für den zu erwartenden Großkreis Fürstenwalde/ Beeskow durch. Eine, mit dem heutigen Erkenntnisstand, zu begrüßende, richtige Entscheidung. Im Oberstufenzentrum Fürstenwalde/Beeskow wurden zum Schuljahr1991/92 folgende Berufsschulen und Ingenieurschulen zusammengefasst:

  • Berufsschule I Fürstenwalde
  • Gewerblich-technische Berufsschule
  • Fürstenwalde
  • Berufsschule Heinersdorf
  • Berufsschule Rüdersdorf
  • Kommunale Berufsschule Erkner
  • Ingenieurschule für Binnenfischerei Hubertushöhe Storkow
  • Ingenieurschule »S.W.Lebedew« Fürstenwalde
  • Agraringenieurschule für Melioration und Pflanzenproduktion Palmnicken

Zur effektiveren Beschulung der Berufe am Oberstufenzentrum waren und sind Konzentrationen bestimmter Berufsgruppen an einem Standort unumgänglich. Aus dieser Einsicht heraus erfolgte der Umzug der gewerblich-technischen Berufsfelder der beiden Fürstenwalder Schulen bereits 1991 nach Palmnicken. Die Ausbildung der Abiturienten und der Berufsschüler der Berufsfelder Wirtschaft/Verwaltung und Körperpflege wurde zum gleichen Schuljahr an der Außenstelle des Oberstufenzentrums in Fürstenwalde, Beeskower Chaussee durchgeführt. Das traditionelle Gebäude in der Frankfurter Straße gab die Berufsbildung auf.

Damit war der erste Schritt zur Bildung eines großen beruflichen Zentrums getan. Das Objekt Palmnicken erwies sich als ausbaufähiger Standort, welcher in der Lage ist, schrittweise alle noch vorhandenen Außenstellen aufzunehmen. Um diesen Gedanken in die Tat umzusetzen, musste ein Gesamtprojekt für Palmnicken erarbeitet werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Schulträger und dem staatlichen Schulamt entstand in dieser Zeit eine Konzeption, die, über mehrere Jahre vorausschauend unter Beachtung der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und der Entwicklung der Schülerzahlen, den planmäßigen Ausbau Palmnickens durch einen Kreistagsbeschluss festschrieb. Nach Abschluss der I. Bauphase im Jahre 1992 konnten die Standorte Heinersdorf und Rüdersdorf in Palmnicken integriert werden.

Nach Abschluss der II. und III. Ausbauphase des Hauptstandortes konnte zum Schuljahr 1993/94 die Technikerausbildung vom Standort Tränkeweg sowie der Standort Erkner nach Palmnicken verlagert werden.

Mit der im Jahre 1995 abgeschlossenen Rekonstruktion des Hauses 7 standen uns sechs weitere modern eingerichtete Unterrichtsräume zur Verfügung, so dass zum Schuljahr 1995/96 der Standort Beeskow aufgelöst und die Berufe der Bautechnik und der Holztechnik in Palmnicken integriert wurden. Gegenwärtig besteht das Oberstufenzentrum noch aus zwei Standorten - dem Hauptstandort Palmnicken und dem Standort in der Beeskower Chaussee in Fürstenwalde Süd. Ein Neubau und damit die Bereitstellung weiterer moderner Unterrichtsräume ist in Palmnicken 2007 erfolgt.

 

 

 

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